Verfahren

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie gehört zu den Psychotherapieverfahren, die in Deutschland, neben der Verhaltenstherapie und der Analytischen Psychotherapie, als wissenschaftlich fundierte Verfahren anerkannt werden. Sie beruht auf den Grundlagen der Psychoanalyse, ihre Wirkung auf ein großes Spektrum an psychischen Erkrankungen ist nachgewiesen.

Bei diesem Verfahren geht es um die Tiefe des Unbewussten (unbewusste Konflikte, Wünsche) als auch um die Tiefe der Zeit (Einflüsse aus Kindheit und Jugend).

Unbewusste Konflikte in früheren Zeiten können Denken, Fühlen und Handeln in der heutigen Zeit so beeinflussen, dass sie zu psychischen Störungen führen können. Dadurch kommt es zu Beschwerden, die man sich nicht erklären kann.

Beispielsweise können negative Erfahrungen in den ersten Lebensjahren Ursache für psychische Erkrankungen sein. Es kann zu einer beeinträchtigten Entwicklung von Fähigkeiten kommen, die wir Menschen für die Auseinandersetzung mit der Umwelt und für befriedigende Beziehungen mit anderen benötigen. Auch kann ein unbewältigtes traumatisches Ereignis im Laufe des Lebens psychische Beschwerden verursachen, wodurch es zu Schwierigkeiten im Alltag und psychischem Leid kommen kann.

In der Therapie werden u.a. unbewusste Zusammenhänge geklärt, wodurch Ursachen für Beschwerden verständlicher werden. Man lernt sich selbst besser kennen und arbeitet gemeinsam an Lösungen oder Fähigkeiten, durch die sich eine Besserung der Beschwerden oder Heilung einstellen kann.

Die Therapie erfolgt in der Regel einmal wöchentlich, sie wird im Sitzen, einander zugewandt durchgeführt. Die Anzahl der Sitzungen richtet sich nach dem Krankheitsbild. Die Ziele der Behandlung werden vorher besprochen und im Verlauf gemeinsam überprüft.